Tag 3: Nasse Wanderwege für Twins

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Güldene Sonne illuminiert die Hotelterrasse, tiefblau liegt weit unten der Gardasee, glitzernd rollen die Tautropfen über die Tankflanken und nehmen den gestrigen Straßenstaub mit sich, versickernd im geschichtsträchtigen Boden des Tremosine. Ulis farbenfrohes Equipment
Schluss, aus! Hinweg mit der Romantik - rauf auf die Böcke! Runter zum Gardasee durch die kühle Schlucht, zwischen Wohnmobilen an der Uferstraße hindurchgeschlängelt, den Tunnels aus 6 V2s eine ordentliche Dröhnung verpasst und dann wieder über die Berge nach Idro. Wieder nicht geblinkt...
Die hyperkleinkurvige Strecke wird fast nur im ersten und zweiten Gang genommen, das Profilgummi rollt sich von den Reifenrändern und das Ganze hat die Eleganz vom Wedeln über Skipisten. Nur die Sicht in den Kurven ist schlechter. Über Asphalt und ..
In Idro kosteten die Buells und XR zum ersten mal vom extra für sie komponierten "V2-Power" von Shell, das ein guter Ersatz für das nicht mehr erhältliche rote Schwer-Super con Piombo ist. Das übliche grüne Super hat nur 95 Oktan und ist definitiv zu klingelich bei heißem Motor. Und 98er gibt's in Italien nur bei Shell! .. Schotter durch die Berge
Vom Idrosee geht es von Anfo über den Pass, den kaum einer kennt, durch halb zugefallene Tunnels und das grobschottrige, in die Felswand gehauene Militärsträßchen. Dann wieder über Asphalt und weitere Kilometer über eine aufgeweichte, lehmige Piste von hintenherum zum Croce Domini. Die Motorräder sind unterdessen gleichmäßig von einer hellbeigen Pampe überzogen. Runter nach Breno kam die braune Pampe der Kuhscheiße hinzu. In der Mitte der Tourguide, außen die Opfer
Der Passo Vivione, eigentlich mehr ein gepflasterter Fußweg, war nass und hat zumindest die braune Pampe wieder abgewaschen. Auch auf dieser Straße fanden wir keinen der Deutschen Goretex-Klapphelmfahrer, denn der Vivione scheint ebenfalls in keinem "Geheimtipp-Alpenführer für Biker" zu stehen. Gut so. Oder er wurde vielleicht als "schwierig" bezeichnet. Das ist er auf jeden Fall, wenn man versucht, an Luckys Hinterrad zu bleiben, die Straße 2m breit ist, nass und abwechsend mit Lehm, Tannennadeln, Sand, Pferdeäppeln und Splitt verziert ist. Der Herr müsste mal sein Motorrad waschen..
So, nun sind die Guzzis, die SV und Uli auf M2 weg, denn sie müssen nach Narbonne und zogen rote Straßen vor, während wir mehr die weißen präferieren und davon noch eine ganze Menge fanden. Italienische Vernudelungen
In der Dunkelheit kamen wir zum größten Wasserwerk Italiens in San Pellegrino und krochen bei beginnendem Regen ins gleiche Hotel wie letztes Jahr. Draußen brechen Wolken. Alles für San Pellegrino. Dahinter könnten Ziegen lauern - oder quer geparkte 4x4-Pandas

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