| Ein Morgen vorm Hotel: Tiefblauer Himmel, das Ortlermassiv steht stramm in der Morgensonne, die ersten Bikerhorden fahren zum Stilfzer rauf. Wir nahmen ein gepflegtes Frühstück im handgeschnitzten Salon, danach einen letzten Kaffee an der Straßenkreuzung. Hier hatten wir uns letztes Jahr verabschiedet.
Schon zu Ende? Und das bei diesem tollen Wetter? Nö! Noch schnell ein Tal ausgeguckt, das auf der Karte interessant aussah und noch einmal rauf in die Berge in den Parco del Stelvio. Eine Superstraße, so eine richtige Herausforderung für Chemnitzer Rentner im alufelgenbestückten Luxus-Daihatsu. Glücklicherweise waren die in sich gegenseitig blockierenden Pulks unterwegs, sodass dazwischen sehr viel freie Strecke blieb. |
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| Nach 20 km war Schluss. Also zurück und noch ein paar Fotos im wunderbaren Kurvengeschlängel geschossen. Dabei sah Lucky, dass ein paar Bergziegen zwischen 2 Sepentinen eine Abkürzung gefunden hatten, er gab Gas, knallte den Pfad rauf und kurz darauf an einen Felsen. Schlapp hing der Schalthebel runter, das Gestänge verbogen und ausgerissen, aus dem zerknüllten Ölfilter tropfte es und die Schaltmimik im Getriebe war hin.
Nun gut, also nach Meran, mein Mopped zur Guzzi in den Transporter gestellt, nach drei Stunden wieder oben gewesen, M2 raus, XR rein, Lucky ans Steuer, ich auf M2 und durchs Ösiland nach Füssen. Als es zu dunkel und damit kalt wurde, wechselte ich ins gut musikbeschallte Auto und Lucky musste zur Strafe die 300km Autobahn durch die Nacht brummen. |
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| Unterdessen ist wieder jedes der gestrandeten Moppeds dort, wo es zu Hause ist. Bei den Guzzisten gab es noch zwei Schlüsselbeinbrüche, aber alle haben es überlebt. Irgendwann fahren auch diese Moppeds wieder.
Fazit: Die Probleme der Breitreifenfraktion, Lärmfetischisten, Ölsortendiskutierer und Ständerpolierer sind bei so einer Tour ganz weit entfernt. Hier ging es ums Fahren selbst und nicht um dessen Simulation. Wie ist es mit der ersten Septemberwoche im nächsten Jahr? |
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