Re: Navi für die Moppete


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Abgeschickt von petergr am 26 Juli, 2010 um 14:10:37:

Antwort auf: Navi für die Moppete von Andreas am 22 Juli, 2010 um 16:48:19:

Andreas hat mich direkt gefragt und hat
Antwort bekommen. Vielleicht interessiert
es auch andere – also hier ist die Mail:

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Hallo Andreas,

ja, ich glaube, dass ich mit damit etwas auskenne. Habe vor 15 Jahren schon primitive Geräte am Motorrad gehabt. Aus der Pionierzeit stammt auch meine schon lange nicht mehr gepflegte Seite www.tracklog.de. Das ist nur noch für historisch interessierte.

Was willst Du denn genau wissen? Falls es um die Geräteauswahl geht, erzählt Dir bestimmt jeder etwas anderes. Navigationsfähige Handys oder PDAs kannst Du vergessen. Die sind bei Sonnenlicht nicht ablesbar, lassen sich nicht ordentlich befestigen und geben schon nach 2 Tropfen Wasser auf. Außerdem brauchst Du ein 12V-Ladegerät samt Anschluss, weil sie ständig beleuchtet sein müssen und mit Akku nach spätestens 3 Stunden Schluss ist. Man könnte per Ohrstöpsel nur die Ansagen in den Helm leiten, aber das Handy muss dabei trotzdem draußen sein, weil es die Satelliten sehen muss. Das alles ist einfach nur Gefummel und taugt nix.

Auto-Navis im Kartenfach oder wasserdichter Schale (Otterbox etc.) taugen auch wenig, weil man bei den meisten nur ein Ziel eingeben kann, das auf schnellstem oder direktem Weg angesteuert wird. Routen über Nebenstraßen erfordern viele Zwischenstationen, weil sie weder die kürzesten noch die schnellsten sind. Du kommst zwar an, aber nicht über die Wunsch-Straßen.

Bleiben TomTom Rider und Garmin Zumo. Das Garmin hat den Vorteil der mitgelieferten Software 'MapSource', das mit genau den gleichen Kartendaten wie das Gerät arbeitet. Da kannst Du eine Route zusammenklicken - am besten erst mal nur vom Start zum Ziel. dann die entstehende Linie über die Straßen mit der Maus dort hinziehen, wo Du vorbeikommen möchtest. Das machst Du so lange, bis die markierten Straßen nur noch aus kurvigen Nebenstraßen bestehen und dicht besiedelte Gegenden umfahren werden. So kommen dann vielleicht alle 10km Zwischenpunkte zusammen, die nach Hochladen aufs Navi nacheinander abgefahren werden. Von diesen Routen kannst Du einen ganzen Haufen draufladen. Auf langen Urlaubstouren steckt sogar ein Netbook im Tankrucksack, mit dem der nächste Tag geplant wird. Nur gezielt Nebenstraßen zu fahren ist anders gar nicht möglich, wenn man nicht dauernd schauen muss, wo man gerade ist. Mit der kompletten Route kommst Du nicht aus dem Flow, biegst ständig ab und kannst trotzdem nonstop die Tankfüllungen verballern.

Es gibt auch die Option, im Gerät Autobahnen auszuschalten (das funktioniert auch nach diversen Updates) und auch Bundesstraßen zu vermeiden, aber irgendwie kommen da manchmal gigantische Umwege bei raus. Besser ist Planung am PC. Was noch schick ist: Die Strecke wird aufgezeichnet und Du kannst sie wiederum in Mapsource laden und Dir anschauen. Sogar google Earth geht. Sieht schick aus, wie sich die aufgezeichnete Linie in 3D-Darstellung den Berg hochschraubt.

TomTom kenne ich nicht so gut, aber von Leuten, die damit planen, habe ich keine Begeisterung rausgehört.

Nächste Frage: Zumo 550 oder 660? Ich stehe auf 550. Wenn man die USB-Mini-Buchse für den Verkehrsinfo-Empfänger (so was braucht man nicht) zuklebt, ist auch gleich der wesentliche Schwachpunkt beseitigt. Dort kommt nämlich Feuchtigkeit rein. Nachdem ich die dritte Halterung endlich entsprechend präpariert hatte, war Ruhe im Karton. Wurde zwar auf Garantie getauscht, aber wenn Du damit am Arsch der Welt unterwegs bist und es ausfällt, nützt das auch nichts. Die Bluetooth-Verbindung zum Helm ist kindisch. Erst mal hörst Du mit ’ner Buell ohnehin nichts und dann muss man den Empfänger auch noch dauernd aufladen. Entweder fahre ich Motorrad oder ich höre Musik und telefoniere. Alles zusammen ist nur für RT-Herrenfahrer.

Es ist völlig ausreichend, ab und zu mal aufs Navi zu schauen, das genau sagt, in welcher Distanz evtl. Aufmerksamkeit gefordert ist, weil die Strecke vom eindeutigen Straßenverlauf abweicht.

Im Auto kannst Du das 550er natürlich auch als Freisprecheinrichtung fürs Handy nutzen. Das Telefonverzeichnis wird wie bei eingebauten Autonavis ausgelesen und man kann über den Touchscreen wählen.

Falls Du ein Navi auch am Fahrrad nutzen willst oder auch zu Fuß (z.B. geocachen) und ein kleiner Bildschirm nichts ausmacht, ist das GPS 60CSX klasse. Meins hat schon 130.000km auf dem Zähler. Extrem robust, hält mit Akkus 12 und mit Batterien fast 20 Stunden und hat auch ganz Europa nebst den Topo-Karten von D-Land drauf. Bordanschluss geht natürlich auch. Das bekommst Du neu ab 350 EUR. Das Zumo war kein so riesiger Fortschritt, nachdem auch das 60er mit 4GB-SDHC-Karten klar kommt.

Wie tombulli schon schrieb, ist das RamMount-System ganz ordentlich und beim 550er im Lieferumfang (genau wie die Autohalterung, Ladegerät, 12V-Verbindung etc.). Ich finde es aber nicht besonders elegant mit dem Klotz am Lenker und habe die Motorradhalterung direkt auf Cockpit geschraubt. Lucky hat mir mal fürs GPS V eine Tachoplatte geschnitten, da passte später auch die Touratech-Halterung fürs 60er und dann das 550er drauf.

Melde dich, wenn Du mehr Infos brauchst.

Grüße
-peter





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